Phantasien in der U-Bahn von Madrid
Wenn man Appartments in Madrid sucht, verbringt man viel Zeit in der U-Bahn. Sie ein Schaufenster des Lebens, und wenn du genau beobachtest, kannst du Verhalten sehen, was dich schmunzeln, aber zur gleichen Zeit auch nachdenken lässt. Letztens erst:

Ein Typ hält sich in der U-Bahn an der Stange in der Mitte fest. Ich sitze und schau mich um. Leute steigen ein, unter ihnen eine Frau mit dieser Aura, die nur die Frauen haben, wenn sie für uns begehrenswert ist, sie strahlt pures Sex-Appeal aus. Enge Jeans, schwarzes T-Shirt, ihre Kurven zeichnen sich durch die Kleidung ab und man kann sehen, dass sie einen fuchsiafarbenen BH traegt. Mit einer schönen, langen Mähne und einer grossen Sonnenbrille, die ihr Gesicht bedeckte, schien sie geheimnisvoll.
Der Typ mustert sie von oben bis unten, mutig ohne den Blick von ihr zu lassen…und sie ignoriert ihn als wenn er nicht existieren würde aber wissend, dass sie beobachtet wird schaut ihn durch die Spiegelung der Fenster des Wagons an.
An der darauffolgenden Station steigen mehr Leute ein, unter ihnen eine bezaubernde, elegante Frau, mit teuerer Kleidung, einem gepflegten Stil und einem süssen Gesicht; Ich schaue ihn an, ich suche ihn, aber er erwidert den Blick dieser Frau nicht, die zweifellos seine Mutter sein könnte. Er scheint seine Gedanken zu geniessen und in seiner Fantasie zu schwelgen.
Als die erste Frau sich zum aussteigen bereit macht, stellt er sich direkt hinter sie, klebt fast an ihr, beobachtet sie wie ein Torrero den Stier, mit Verlangen und Frustration.
Sie steigen aus, erst sie, dann er direkt hinter ihr, folgt er ihr?…Ich weiss es nicht, die Türen schliessen sich und ich verliere sie auf dem Bahnsteig. Ich schaue meinen Begleiter an und dieser fragt mich „Hast du das gesehen?“
Wir fühlen uns den sozialen Normen unterworfen, aber manchmal, wenn wir glauben, dass niemand uns sieht, kommen unsere animalischen Instinkte zum Vorschein, die auch nach Jahren der Evolution nicht verschwunden sind. Dennoch senden manche Signale und andere nicht…und manchmal glaube ich, dass in der Einsamkeit der grossen Stadt alle etwas mehr suchen.







February 3rd, 2012 at 3:36 pm
Vielen Dank und besucht doch auch mal unsere FeWo