Mastodon in Madrid
In den 90er’s als der Grunge auf seiner Höhe mit Bands wie Pearl Jam und anderen kommerziellen Acts war, gründeten viele andere Bands hohen Kalibers eine neue Szene, die parallel zur Alternativszene entstand, und die von vielen Labels aufgenommen wurde, ohne dass die meisten Leute sich dessen bewusst waren, dass sie existierte. Zu dieser Szene gehören Bands wie Melvins, Kyuss, Fu Manchu, Electric Wizard und Monster Magnet. Was am offensichtlichsten an diesen Einzelfällen ist, ist die Tatsache, dass sie den härtesten Sound jener Zeit prägten, ohne im strikten Sinne Metal zu sein. Diese Bands sind wichtig um das Phänomen Stoner Rock oder Desert Rock zu verstehen, das ab Ende der 90er Jahre bis in die Gegenwart seinen Lauf nahm.

Mehr als Stoner, haben härtere Gruppen gegen Ende der 90er Jahre neue Interpretationsformen der schon klassischen Riffs des Hard Rocks und Heavy Metals gefunden. Neue Zeiten waren angebrochen, und Themen wie Satanismus, Gewalt, oder Konflikte des Kalten Krieges, die den Metal der 80er Jahre geprägt hatten, waren nicht mehr aktuell. Diese neue Horde von Metalbands betrieben eine interessante Nabelschau, manchmal sogar kosmische Reisen, die dem ausgebrannten Genre neues Leben einhauchen sollte.
Mastodon führen diesen Sound weiter, aber gehen konzeptuell und musikalisch einen Schritt weiter. Aus Atlanta, Georgia, stammend, schafften Mastodon es einen eigenen Grunge-Sound zu prägen, der langsamer und schwerer ist, aber gleichzeitig auch mit Riffs kombiniert, die vom Hardcore, oder sogar Progressive Rock oder Jazz stammen könnten. In anderen Worten: „Sludge metal“. Mit ihrem Album „Remission“ begründeten Mastodon 2002 dieses neue Genre. Aber erst 2004 wurde die Band mit ihrem Album „Leviathan“ eine Referenz für junge Metalheads.
Vor Kurzem hat Mastodon sein letztes Album „The Hunter“ veröffentlicht, bei dem der harte und schwere Sound erhalten geblieben ist, aber dennoch den Verwandlungsprozess der Band vor Augen führt; intensive und kurze Lieder, weniger progressive Arrangements und klassischere Riffs machen aus „The Hunter“ eine Platte, die gewissermaßen zugänglicher ist, als ihre Vorgänger. Wenn du vorher noch nie was von Mastodon gehört hast, dann ist dieses Album vielleicht der richtige Einstieg für dich. Am 23. Januar tritt die Band im Joy in Madrid auf. Mehr Information über Mastodon unter: http://www.mastodonrocks.com/
Miete appartments in Madrid und lerne den beeindruckenden Sound von Mastodon kennen. Die Rockszene Madrids vibriert noch immer und wartet auf dich im Underground.
Übersetzt: Heloise Battista
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Ãbersetzt: Mara Maroske
















